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Ist das schön?!

Der Podcast über die Kraft, die im Schönen steckt.

Episode #11 | 1. Mai 2026

KI ist nicht schön. Oder doch?

Manuela Ruppert über KI als Spiegel, Superkräfte als Befreiung und den Menschen als das Wertvollste im Raum 

Kann etwas ohne Seele schön sein? Manuela Ruppert würde sagen: falsche Frage. Denn KI hat keine Seele, aber sie kann Träume wahr machen. Und das, findet sie, ist schön genug.

Sie ist die Maestra der KI. Erst 30 Jahre Konzernwelt, dann der Absprung. Heute begleitet sie Frauen dabei, mit KI nicht effizienter zu werden, sondern freier. In dieser Episode sprechen wir darüber, warum KI ein Spiegel ist, der dir mehr über dich verrät als über die Technologie. Ob das, was wir durch KI gewinnen, wirklich Freiheit ist oder am Ende doch Uniformierung. Und was Tauchen in 30 Meter Tiefe mit dem Fokus beim Arbeiten zu tun hat.

Im Quiz am Ende stellt nicht ich die Fragen, sondern Hilma, meine KI-Assistenz. Eine Frage verweigert Manuela komplett. Eine beantwortet sie so schnell, dass ich kurz vergesse, wer eigentlich gemeint war. Welche das ist? Hör selbst.

Manuela Ruppert

Manuela Ruppert ist Gründerin von Manuela Ruppert Consulting mit dem Signature Programm "KI Maestra". Davor hat sie 30 Jahre in globalen Konzernen gearbeitet, den größten Teil davon als Führungskraft mit internationaler Verantwortung. Heute begleitet sie Frauen, die überall sonst die Besten und die Expertinnen sind und bei KI das erste Mal wieder am Anfang stehen. Dieses Gefühl kennt sie selbst. Sie holt sie da raus und bringt sie dahin zurück, wo sie hingehören: an die Spitze. Ihre Tools sind KI. Aber worum es ihr wirklich geht, ist die Identität als Expertin.

Website: https://www.manuela-ruppert.de

LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/manuelaruppert/

Blog: https://maestra.de

Transkript

Jana: Es gibt Menschen, die haben verstanden, dass die Zukunft nicht den Schnellsten gehört, sondern denen, die Technologie menschlich machen können. Mein heutiger Gast hat vor drei Jahren alles hinter sich gelassen. Drei Jahrzehnte Konzern, globale Verantwortung, eine Welt, die sie kannte. Und dann ist sie aufgebrochen. Hin zu neuer Technologie, neuem Arbeiten, ich würde sagen auch zu neuem Denken. Und heute zeigt sie Frauen, wie diese mit KI nicht effizienter werden, sondern freier. Zum Beispiel wie aus Aufgaben, die man nie mochte, Raum entstehen kann für das, was wirklich weiterbringt im Unternehmen. Ob das schön ist? Das fragen wir gleich gemeinsam. Herzlich willkommen, Manuela Ruppert.

Manuela: Was für eine schöne Einführung, danke. Und ich freue mich, dass ich bei dir sein darf, liebe Jana.

Jana: Du hast 30 Jahre in Konzernen gearbeitet, das habe ich auf deiner Website gefunden, und 2022 hat sich für dich sehr viel verändert. Und jetzt bringst du Frauen bei, wie man Dinge an eine Maschine abgibt. Ist das eine Befreiung oder hast du die Hierarchie gewechselt?

Manuela: Herrliche Frage. Also für mich natürlich ist es eine Befreiung, und für viele der Frauen, mit denen ich arbeite, und auch der Männer, mit denen ich arbeite, ganz heimlich, still und leise, was auf meiner Website nicht steht, ist es das auch. Warum? Weil wir Dinge machen können, die wir vorher nicht gemacht haben. Wir können produktiver sein, wir können uns durch KI Zeit schaffen, die wir so verwenden können, wie wir sie möchten. Also entweder ich arbeite noch mehr, was die meisten tatsächlich tun, oder ich nutze die Zeit, um das zu machen, für das ich sonst keine Zeit hatte. Ich habe viele Kundinnen, die ihr Business überhaupt erst durch KI realisieren konnten. Und da sage ich, ist es wirklich was Schönes, denn dann können Träume wahr werden. Was ich so schön finde an der KI ist, dass sie uns, ich sage immer, Superkräfte verleiht. Wir sind nie allein, im Sinne von: Ich habe eine Idee, aber ich weiß nicht, wie es geht. Oder ich habe keine Idee, ich brauche jemanden, mit dem ich mich zusammensetzen kann, egal zu welcher Uhrzeit und egal an welchem Tag. Und nicht immer sind Freunde und das Umfeld die richtigen Gesprächspartner für die eigenen Ideen. Mit KI habe ich immer jemanden, der ziemlich viel Wissen präsentieren kann. Und wenn ich die richtigen Fragen stelle und weiß, wie ich mit KI gut umgehen kann, dann ist das extrem wertvoll. Und das ist schön. Es ist wirklich schön. Es ist für mich eine riesige Selbstermächtigung, und ich sehe, dass Frauen erblühen, die einfach ihre Träume erfüllen können, was sie über Jahrzehnte vielleicht nicht konnten, weil sie nicht die Mittel hatten, weil sie nicht die Kompetenz hatten. Und jetzt auf einmal geht das. Insofern, ja, es ist was ganz Schönes.

Jana: Dem kann ich aus meiner eigenen Erfahrung im Umgang mit KI völlig zustimmen. Man muss die richtigen Fragen stellen, dann wird KI wirklich zu einem guten Sparringspartner. Noch mal anders als ein Mensch, aber mit einem immensen Wissen im Hintergrund, das mir aus meiner eigenen Perspektive oft gar nicht so präsent ist. Das ist ja der Sinn und Zweck von Sparring, dass man eine andere Perspektive bekommt, und das kann KI ganz wunderbar. Und ich kann die KI nutzen, wann ich will. 24/7, ich kann jederzeit Fragen stellen, Ideen teilen, mir sofort Feedback geben lassen. Auch das ist ja im menschlichen Freundes- und Familienumkreis nicht immer so einfach möglich. Das schätze ich auch sehr. Sag mal, du beschreibst ja auch Momente, in denen jemand durch KI plötzlich Dinge tut, die er bisher nicht konnte, die nicht möglich waren. Auf deiner Website hast du das Beispiel einer Winzerin, die jetzt ihr eigenes Marketing macht, oder einer Ärztin, die plötzlich einen YouTube-Kanal aufgebaut hat.

Manuela: Und inzwischen fünf.

Jana: Okay, aber sag mal: Was beobachtest du, was verändert sich in diesen Menschen, die du ja auch über eine Weile begleitest, bevor das Ergebnis da ist?

Manuela: Es ist ein riesiger Lernprozess, es ist auch eine Reflexion. Wir beschäftigen uns ja mit uns selbst, wenn wir uns mit der KI beschäftigen. KI ist ein riesiger Spiegel. Wenn ich ein Chaot bin, dann kriege ich auch chaotischen Output. Wenn ich sehr strukturiert bin und mich klar ausdrücke, dann wird die KI mir das auch spiegeln. Sie ist ein riesiger Spiegel. Dafür gibt es einen Begriff im Englischen, der heißt Mirroring. Das heißt, auch sprachlich wird sie sich bei dir anpassen. Wenn ich merke, dass mir die KI antwortet, Manuela, das ist aber total cool, dann weiß ich, ich habe schon wieder viel zu oft cool geschrieben und sie hat das übernommen.

Jana: Das ist ja lustig.

Manuela: Also wir werden mit uns selbst konfrontiert. Wir werden mit dem konfrontiert, was uns ausmacht. Wir denken darüber nach. Ich habe noch nie so viele Gespräche darüber geführt, was uns als Menschen besonders macht, wie jetzt, wo wir nicht mal mehr die intelligentesten Wesen auf diesem Planeten sind. Also wenn wir die KI mal als Wesen bezeichnen möchten. Ich lese gerade ein spannendes Buch, da geht es um ethische Intelligenz. Und er ist nicht der einzige Philosoph, der das so betrachtet. Aber es sind ja sozusagen Wesen, wenn auch digitale Wesen. Und wir sind einfach nicht mehr das Intelligenteste auf diesem Planeten. Und das macht schon was mit uns. Das ist eine Identitätsgeschichte, die wir erst mal verarbeiten müssen. Im Moment noch in einer kleinen Bubble vielleicht. Aber der Siegeszug der KI, ich nenne es jetzt einfach mal so, wird ja jetzt nicht aufhören. Das wird immer mehr werden. Ob das gut ist oder schlecht, ist noch mal eine andere Diskussion. Aber es ist jetzt einfach mal so. Und wir reden und denken deutlich mehr darüber nach, was uns als Menschen ausmacht. Und das sehe ich ganz, ganz viel bei meinen Kundinnen. Diese Reflexion, dieses Sich-damit-Beschäftigen, immer wieder erstaunt zu sein: Oh, das kann die KI. Ich glaube es nicht. Ich hätte das nie alleine gekonnt. Ja, was kann ich denn noch alleine? Aber was kann ich denn mit der KI, und was verändert sich dadurch? Also gerade bei Frauen, wir denken ja ganz gerne ein bisschen nach und reflektieren und wollen in der Tiefe verstehen, ist das extrem ausgeprägt. Also viel extremer als mit den Männern in meiner Blase, mit denen ich rede. Es findet zu deiner Frage eine ganz starke Beschäftigung mit sich selbst statt. Und wir haben viele Diskussionen in meiner Community, in meiner Frauenrunde. Was bedeutet das gesellschaftlich? Wo geht das hin, wo führt das hin, ist das gefährlich, ist das gesund, wie können wir auch ältere Menschen mitnehmen? Junge Menschen wissen gar nicht mehr, wie ein Leben ohne KI aussieht. Was bedeutet das? Also dieser ganze Reflexionsprozess, ich glaube, der ist ganz gesund, der ist gut. Und dieses Rückbesinnen auf menschliche Qualitäten, dieses Mensch-als-Premium-Platzieren, wenn wir uns offline treffen und einander anfassen und riechen können, dass das noch mal eine völlig andere Ebene für uns bedeutet, in einer Zusammenarbeit oder auch in einer Beziehung. Das ist ein schöner Prozess. Und das sehe ich sehr, sehr häufig. Da kann auch ein gutes Chaos entstehen.

Jana: Auf jeden Fall. Also ich würde mich auf gar keinen Fall am KI-Bashing beteiligen. Aber du hast im Grunde genommen meine nächste Frage bereits beantwortet: Was man entdeckt, wenn KI als Spiegel, als Instrument hilft, das eigene Menschsein wieder zu entdecken und sich darauf einzulassen. Auf deiner Website habe ich in deiner Biografie auch gefunden, dass du sehr gerne tauchen gehst und dass das eine Form von Meditation für dich ist, abzutauchen in 30 Meter Tiefe, weil es still ist. Es ist still, und ich kann mir gut vorstellen, auch sehr viel langsamer alles, und auf Wesentliches reduziert, beziehungsweise eben auf unerwartete Begegnungen vielleicht auch mit Tieren oder Pflanzen, die einfach schön sind. Also das stelle ich mir jetzt so vor. Ich war selbst noch nie tauchen, ich kann das überhaupt nicht einschätzen. Ich kenne das nur aus dem Fernsehen oder vom Bildschirm. Wenn du jetzt, ich übertrage trotzdem noch mal meine Frage auf die KI: Wenn du mit KI arbeitest, ich kann mir vorstellen, dass du oft sehr tief versinkst. Du hast unheimlich viele Ausbildungen gemacht und so weiter, du bist extrem neugierig, du entwickelst die Dinge immer weiter. So ein Moment der Stille macht vieles ja auch einfacher. Gibt es in der Arbeit mit KI für dich auch solche Momente der Stille, wo plötzlich alles einfacher wird?

Manuela: Wenn ich mit KI arbeite, Momente der Stille. Also ich brauche meine Momente der Stille, die habe ich eigentlich außerhalb der Arbeit. Ansonsten bin ich ja ein sehr ruhiger Mensch, der auch andere zur Ruhe bringt. Ich bin sehr resilient und ausbalanciert, sagt man immer über mich. Ich glaube, das stimmt, oder ich weiß, dass es stimmt. Und ich arbeite mit extremer Konzentration. Ich bin immer sehr im Fokus. Das heißt, da kann um mich herum die Welt untergehen, ich bekomme das nicht mit. Wenn ich fokussiert an etwas arbeite, und wenn ich mit der KI fokussiert an etwas arbeite, dann bin ich wie im Tunnel. Ich kann mich da auch stundenlang konzentrieren und werde nicht müde. Das ist eine sehr, sehr hohe Intensität, die viele auch nicht mehr aufbringen können. Wir haben das verlernt, weil alles so schnell ist und Social Media einen immer ablenkt. Fokus ist für viele eine schwierige Fertigkeit inzwischen. Mir fällt das leicht. Und dann ist das wie eine stille Arbeit mit meiner KI. Aber es ist eine andere Stille als die, die ich suche, wenn ich in die Meditation gehe. Ich meditiere seit vielen Jahren täglich, und das ist eine völlig andere Stille. Oder auch beim Tauchen: Unter Wasser ist es gar nicht leise und still. Da ist eine ganze Menge los. Man hört das Riff, man hört die Tiere im Riff. So leise ist es gar nicht. Es sind andere Geräusche, und ja, du bist auch sehr fokussiert. Und dein Blickfeld ist natürlich auch eingeschränkt. Am Tag, je nachdem wie viel Sicht unter Wasser ist, und in der Nacht ist es halt reduziert auf den Scheinwerfer deiner Lampe. Also mehr siehst du dann einfach nicht unter Wasser, im dunklen Wasser. Es ist sehr meditativ.

Jana: Das kann ich mir gut vorstellen.

Manuela: Fokus. Und immer wenn ich fokussiert bin, ist das gut für mich. Dann ist nicht so viel Ablenkung. Ob das jetzt in der Arbeit ist, in der Meditation oder beim Tauchen. Jetzt, wo ich das so mal erzähle, merke ich, dass Fokus für mich eine ganz wichtige Eigenschaft ist, die mir gut tut.

Jana: Du hast auf deiner Website stehen, beziehungsweise darüber haben wir uns sogar im Vorgespräch unterhalten, dass die Arbeit mit KI auch ein bisschen tagesformabhängig ist für dich. Also: Ist sie Fluch oder ist sie Segen? Kannst du mir ein Beispiel erzählen, wenn sich die Arbeit mit KI so völlig falsch anfühlt?

Manuela: Völlig falsch. Wenn sie nicht das macht, was ich möchte, oder wenn irgendwelche Schnittstellen nicht funktionieren, oder ich nicht so schnell zum Ergebnis komme, wie ich möchte, weil ich so ungeduldig bin, dann passt es nicht. Ansonsten bin ich jemand, der mit der KI sehr zielgerichtet arbeitet. Ich habe eine Statistik gesehen, dass 70 Prozent der Nutzer von ChatGPT die KI für persönliche Dinge nutzen. Ob sie ihre Sorgen erzählen oder über ihren Mann schimpfen oder über die Freundin oder was auch immer, und sich da vielleicht auch psychologisch an die KI wenden, weil sie Rat brauchen. Das sind etwa 70 Prozent bei ChatGPT. Ich arbeite vor allem mit Claude, da ist das ein bisschen anders, weil Claude einen klareren Business-Fokus hat. Aber ich bin sehr zielgerichtet. Die KI weiß über mich privat gar nichts. Null. Ich habe noch nie private Dinge mit der KI besprochen. Das heißt, wenn ich mit der KI arbeite, arbeite ich mit der KI. Ich habe sie noch nie für private Dinge genutzt. Ich habe noch nie erzählt: Heute geht es mir schlecht, motiviere mich doch mal. Oder: Ich ärgere mich gerade über eine Freundin, kannst du mir einen Tipp geben? Das habe ich noch nie gemacht, weil ich es nicht brauche. Weil ich sehr auf meine Intuition und mein Bauchgefühl vertraue und meine persönlichen Themen gut alleine hinbekomme. Oder weil ich die Menschen, die mir wichtig sind, jederzeit anrufen kann. Und da habe ich auch einige, die sind Coaches, die sind Therapeuten. Ich habe selbst eine Coaching-Ausbildung gemacht, die sich um mentale Gesundheit dreht, die habe ich im Januar abgeschlossen. Ich habe ein Netzwerk an Menschen, mit denen ich das bespreche, und das haben nicht alle. Ich bin da einfach sehr froh drüber und greife deshalb in erster Linie darauf zurück. Heißt wiederum: Ja, ich habe Momente, wo es nicht so funktioniert, aber das sind meist technische Dinge. Oder dann ist irgendwie das Kontextfenster voll und Claude hat komprimiert und vergessen, einen Session-Log zu schreiben, und ich ärgere mich, dass er alles vergessen hat. Und dann ärgere ich mich über mich, weil ich ihm nicht gesagt habe: Du hast schon wieder vergessen, einen Session-Log zu schreiben. Warum hast du es nicht gemacht? Dann ärgere ich mich ein bisschen über mich, ein bisschen über die KI, und dann ist es aber auch wieder gut. Bei mir ist Ärgern immer nur eine Sache von zwei Minuten. Länger brauche ich nicht, dann ist alles wieder fein.

Jana: Also es ist sozusagen gar nicht so sehr die Frage der Tagesformabhängigkeit, ob Fluch oder Segen, sondern das ganz normale Prozedere, das jeder Mensch in der Arbeit kennt: dass es halt mal funktioniert und dann wieder nicht. Es gibt gute Tage, es gibt schlechte Tage, das haben wir alle, völlig unabhängig von KI.

Manuela: Man kann sich in der KI verlieren, das ist ein Thema. Das sehe ich bei vielen. Die sitzen den ganzen Tag an der KI und vergessen ihr Leben drumherum, weil so viele Dinge auf einmal möglich sind und die Zusammenarbeit inzwischen so gut geworden ist. Und dann kommt eine Idee nach der anderen: Das könnten wir noch machen, und das könnten wir noch machen. Und das Leben zieht an diesen Menschen oft vorbei. Da bin ich auch besorgt. Ich sehe auch, dass Menschen dadurch krank werden. Es ist eine Art von Überlastung, die etwas mit uns macht. Wir haben auf einmal nicht mehr die Kapazität, fünf Fälle am Tag zu bearbeiten, sondern mithilfe von KI 25. Aber unser Gehirn ist nicht skalierbar. Das heißt, diese Flut an Informationen überfordert uns, und das ist nicht ganz gesund. Wir müssen, wenn wir mit der KI so intensiv arbeiten, auch lernen, irgendwann mal KI KI sein zu lassen und Abstand zu bekommen, damit wir mental gesund bleiben. Der Begriff AI Burnout ist real. Es gibt Firmen, die Mitarbeitenden KI zur Verfügung gestellt haben und die Produktivitätsziele extrem nach oben geschraubt haben, und die haben 70, 80 Prozent Burnout-Quoten. Und da sehen wir: Das ist nicht gesund. Wir dürfen lernen, und das ist auch eine Aufgabe an modernes Führen, wie wir das ausgleichen, wie wir ein gesundes Miteinander mit der KI hinbekommen, wie wir in hybriden Teams arbeiten, KI und Mensch, und dabei aber auch die Gesundheit an erste Stelle stellen und nicht die Produktivität.

Jana: Du arbeitest ja bewusst in kleinen Gruppen, mit Frauen. Ist das ein Thema, das du in der Zeit, wo du mit den Frauen zusammenarbeitest, auch immer wieder ansprichst? Also gehst du bewusst an diese Thematik heran?

Manuela: Ja, schon. Also es ist jetzt nicht das primäre Thema. Die Menschen kommen zu mir, weil sie KI lernen wollen, und nicht, weil sie eine Ausbildung in mentaler Gesundheit bekommen wollen. Das muss ich halt auch würdigen. Aber es ist immer ein Thema. Bleibt gesund bei dem Ganzen.

Jana: Aber das ist ja auch was, worin du dich selbst persönlich weiterentwickelst. Du hast jetzt gerade eine Ausbildung abgeschlossen, bei der es um mentale Gesundheit geht. Für dich selbst ist das ja enorm wichtig. Ich weiß jetzt nicht, ob ich daraus eine Verantwortung machen würde, aber ich halte es schon für wichtig, zu schauen, wie es meinen Kunden in ihrer Arbeit auch mental geht. Du sagst ja übrigens auch: Ich mag Menschen sehr gerne. Und ich glaube dir.

Manuela: Aber die meisten.

Jana: Also man kann nicht alle Menschen mögen. Das wäre komisch. Ist das bewusster geworden, weil du so viel mit KI arbeitest? Also: Was fehlt dir, wenn niemand im Raum ist? Fehlt dir auch nichts?

Manuela: Ich kann auch gut allein sein. Ich kenne auch keine Langeweile. Mir war mein ganzes Leben noch nicht langweilig. Zumindest solange Bücher in der Nähe sind, kann mir gar nicht langweilig werden. Und das ist digital ja heute noch einfacher, auch wenn nichts darüber geht, ein echtes Buch in der Hand zu halten. Ich kann sehr gut allein sein. Ich muss auf meine Energie achten, weil ich in Menschenmassen sehr schnell erschöpft bin. Die pushen mich zwar auch, wenn es eine gute Energie ist, auf einem Konzert zum Beispiel. Aber ich bin danach trotzdem oft erschöpft, weil so viel auf mich einprasselt. Und ich habe 30 Jahre lang im Konzern immer mit sehr vielen Menschen und großen Teams zu tun gehabt. Und ich schätze es jetzt so, in kleinen Teams zu arbeiten. Meine Wohlfühlgröße liegt so bei 10 bis 15. Das ist wunderbar, weil ich dann sehr individuell arbeiten kann. Und da habe ich mich bewusst entschieden: Ich möchte mit kleinen Gruppen arbeiten, damit ich jede Frau, die mit mir in einer Gruppe arbeitet, auch wirklich sehe. Damit ich auf ihre individuellen Themen maximal eingehen kann. Und das unterscheidet mich natürlich auch im Markt von anderen, die das nicht tun. Bei mir gibt es keine Kurse mit 500 Leuten. Das ist nicht meins. Ich mag diese Individualität. Ich mag auch dieses Gefordert-Werden, weil ich viel Freiheit in mein Kursprogramm eingebaut habe. Das heißt: Sagt mir, was ihr braucht, und wir machen das. Und damit entwickle ich mich natürlich auch immer weiter. Das mag ich sehr gern.

Jana: Ich habe ja ein kleines bisschen geschluckt, als ich das Beispiel mit der Winzerin gelesen habe. Nun bin ich Kommunikationsdesignerin und denke bei allem, was ich an durch KI gestaltetem Design sehe, immer wieder: naja, ist halt KI. Auf der einen Seite partizipiere ich selbst davon, dass KI mir viele Dinge plötzlich möglich macht, die ich vorher nicht alleine konnte, wo ich Mitarbeiter brauchte oder ähnliches. Aber andererseits, meine Beobachtung, und ich glaube, sie ist nicht ganz falsch: Alles nivelliert sich so ein bisschen, alles wird so ein bisschen gleich. Also: Wie weit gehst du da, ganz ehrlich und persönlich gefragt, wenn du sagst, okay, wir bauen hier mit KI das und das? Du versuchst ja auch, KI auf möglichst wenige Programme zu reduzieren, nicht irgendwie 100, sondern eher zwei. Aber wo sind für dich die Grenzen?

Manuela: Die Grenzen bestimmt der Markt, erstmal. Es geht darum, was ankommt. Ich meine, mach LinkedIn auf, ich kann die Texte kaum noch lesen. Ich lese nur das, von dem ich das Gefühl habe, dass da auch ein bisschen Gehirn dahinter steckt und ich Qualität vor mir habe. Und wenn ich Qualität vor mir habe, ist es mir egal, ob die von KI kommt oder von einem Menschen. Das ist mir total egal. Wenn ich mir auf LinkedIn etwas anschaue oder auf X oder auf YouTube, dann mache ich das mit einer Absicht. Und diese Absicht ist: Ich möchte etwas lernen. Ich möchte mich informieren. Und dann ist Qualität für mich an erster Stelle. Und es ist mir egal, ob das vom Menschen kommt oder von der KI. Ich verwerte ja selbst Ergebnisse, die ich von der KI bekomme. Ich schicke die KI mit einem Auftrag los, dann ist sie eine halbe Stunde oder eine Stunde im Netz unterwegs und macht für mich eine Recherche, fasst mir das dann zusammen. Und das ist für mich eine riesige Erleichterung. Das verurteile ich dann nicht. Ich muss dann noch Quellen checken und so weiter. Aber ich habe dadurch ganz, ganz viel an Qualität gewonnen. Und das schätze ich auch.

Jana: Ist das ein Thema in den Gruppen? Also mit den Frauen, mit denen du zusammenarbeitest?

Manuela: Ja, ist es schon. Aber wir sehen halt auch, wie kreativ wir sein können und was wir gestalten können, was wir ohne KI gar nicht gestalten könnten, weil uns physikalische oder andere Grenzen im Weg standen. Und wenn du jetzt die Winzerin nimmst: Die hat früher Flaschen genommen, Etiketten entworfen, die Etiketten ausgedruckt, ausgeschnitten, auf die Flasche geklebt. Dann brauchte sie ein entsprechendes Setting, einen Fotografen und einen Designer, der das zu einem Bild oder Video verarbeitet hat. Heute entwirft sie alles mit der KI, und das Video entsteht auch in der KI, und das sind ganz tolle Sachen. Es ist wirklich schön, es ist hochwertig, es bringt eine tolle Stimmung rüber. Und sie kann vor allem ganz viel maßgefertigt machen. Dann hat sie eine Special Edition für den Tennisclub, dann hat sie eine Special Edition für dies und das. Das konnte sie früher nicht. Sie hat jetzt einfach ganz andere Möglichkeiten und kann sich auf Social Media ganz anders präsentieren. Und das ist erfolgreich. Das ist cool. Das ist einfach schön. Und das macht auch Spaß, weil ihre Videos Spaß machen. Sie ist kreativ, sie hat lustige Ideen. Das hätte sie vorher nicht machen können. KI-Bilder und KI-Videos heißen ja nicht immer, dass ich hier ein Deepfake mache und Donald Trump im Badeanzug darstelle oder ähnliches. Es geht ja auch darum, dass ich künstlerisch mehr Möglichkeiten habe als vorher und mich ausdrücken kann. Ich war vielleicht nie besonders talentiert im Malen und Zeichnen, aber ich bin sehr talentiert darin, der KI zu sagen, was ich sehen möchte, und sie verwandelt das in etwas Schönes. Damit demokratisiert sie ja auch Kunst und Design. Ja, es gibt vielleicht einige Designer, die noch origineller sind. Es gibt andere Designer, die selbst inzwischen sehr viel mit KI arbeiten, und das machen wahrscheinlich fast alle. Es ist ein neues Werkzeug, eine neue Möglichkeit, einen Ausdruck zu finden, der über das hinausgeht, was wir bisher konnten.

Jana: Es ist in jedem Fall ein Werkzeug, das natürlich verwendet werden sollte. Und ich will auch gar keine Design-Diskussionen führen. Ich glaube, dass sich einfach die Themen, die Aufgaben, die Arbeiten verschieben. Ich glaube, dass der Mensch, da waren wir am Anfang, extrem wichtig ist und wichtiger wird, gerade im sozialen Kontext, auch im Kontext des Blicks auf die Arbeit des anderen. Da sehe ich bei mir auch ganz großes Potenzial in meiner Arbeit. Und natürlich, ich gehe noch mal zurück auf den Anfang, wo wir auch darüber gesprochen haben, was KI eigentlich bewirkt, was ich gewinnen kann, wenn ich KI verwende. Ganz am Anfang sagtest du, ich kann natürlich, wenn ich es denn möchte und durch die KI nicht mehr arbeite, auch Freizeit gewinnen. Und dann habe ich bei dir gelesen, dass du gerne kochst, ohne Rezept, mit viel Intuition. Stimmt das immer noch?

Manuela: Ja, das stimmt immer. Das mache ich sehr gerne.

Jana: Also ich glaube, dass wirklich die soziale Interaktion, das Miteinander, das Zusammenkommen der Menschen wieder wichtiger wird. Ich beobachte unter anderem auch bei jungen Leuten, dass plötzlich wieder viel mehr gemeinsam gespielt wird. Man verabredet sich zu Spieleabenden. Also früher haben wir das ja auch gemacht. Dann gab es die Gaming-Szene, alle sitzen am Computer und spielen miteinander. Aber plötzlich wird das wieder analog. Und die Leute treffen sich zu riesigen Gruppen und Veranstaltungen, um zu spielen. Also was machen wir mit unserer Freizeit? Nun haben wir ja festgestellt, KI ist immer noch eine ziemliche Blase. Nicht jeder verwendet KI. Ich glaube, eher noch relativ wenig Menschen verwenden KI tatsächlich für die Arbeit oder als Sparringspartner. Wie viel Intuition lässt denn KI zu?

Manuela: Also meine Intuition treibt mich an. Jede Entscheidung, die ich treffe, treffe ich aus meinem Bauch heraus. Natürlich schwingt da Wissen mit, aber ich habe nie jemanden eingestellt, nur anhand der Unterlagen oder der Qualifikationen. Es musste immer ein Bauchgefühl sein, das mir gesagt hat: Das passt, die Chemie muss passen, und Wissen kann man sich aneignen, wenn da Lücken sind. Und in der KI bin ich auch intuitiv unterwegs. Natürlich habe ich Wissen dahinter, ich weiß, wie ich das Maximum aus der KI heraushole. Aber ich lasse mich auch sehr von meiner Intuition treiben. Und das ist ja auch so eine Reise: wenn du etwas mit KI als Sparringspartner entwickelst, du gibst Ideen und hast eine Intuition und denkst, komm, lass uns da mal reinschauen, und die KI entwickelt das dann mit dir weiter. Das hat schon auch Raum. Aber Intuition und KI ist ein bisschen schwierig zu beantworten. Die KI ist jetzt nicht Intuition. Das ist reine Mathe. Aber du hast vielleicht einen Hintergrund zur Frage.

Jana: Ich kam durch das Kochen und weil du so geschrieben hast, dass du sehr gerne und sehr intuitiv kochst. Ich habe überlegt: Verlernen wir durch KI vielleicht unsere Intuition? Das war wahrscheinlich ein ganz starker Hintergrund für meine Frage. Geht uns das auch verloren, wenn wir ständig nach Rezepten fragen, wenn wir ständig KI nutzen? Auf der einen Seite ist es natürlich super, ich kann alle möglichen Sachen kochen und brauche bloß mal ins Internet zu schauen. Auf der anderen Seite verlieren wir da auch so viel, aus der eigenen Entwicklung heraus. Ich finde, das ist ein sehr spannendes Thema. Und da sind wir auch noch lange nicht am Ende.

Manuela: Es ist auch nicht alles gut. Und wir verlieren auch viele Fähigkeiten. Dafür entwickeln wir wieder neue. Das ist schon immer so gewesen in der Evolution. Es geht halt jetzt nur schneller.

Jana: Ja, das stimmt. Manuela, ich habe das Gefühl, wir könnten hier einen Schlusspunkt setzen. Aber bevor ich ende, habe ich immer noch ein kleines Spiel, ein Quiz, normalerweise mit zwölf Fragen. Das mache ich sehr gerne, oft thematisch auf Schönheit bezogen, um mein Gegenüber noch ein bisschen persönlicher kennenzulernen. Die Bedingung ist, dass du nur mit Ja oder Nein antworten darfst.

Manuela: Okay.

Jana: Es gibt kein Dazwischen. Aber, da wir so wunderbar über KI gesprochen haben und ich auch mit KI arbeite, ich habe meine kleine Assistentin, die heißt Hilma. Und ich habe Hilma mal gefragt, welche Fragen sie stellen würde, wenn sie dich interviewt. Und Hilma fand das total cool und hat mir ein paar Fragen generiert, die nicht unbedingt meine gewesen wären. Aber sie hat mich darum gebeten, sie dir zu stellen. Ich habe gedacht, okay, das mache ich jetzt. Es sind nicht zwölf, sondern vierzehn. Ich konnte nicht alles kürzen. Sie hatte zwanzig vorgeschlagen und ich habe gedacht, das ist so spannend. Ja, lass uns da mal durchgehen. Beantworte doch mal die Fragen von Hilma.

  • Erstens: Ist Code schön? –> Ja.
  • Ist ein perfekt strukturierter Prompt schön? –> Ja.
  • Ist Stille schön, auch wenn sie aus einer Maschine kommt? –> Ja.
  • Ist es schön, wenn etwas funktioniert, ohne dass man versteht, wie? –> Ja.
  • Ist es schön, einer Maschine zu vertrauen? –> Das passt für mich nicht. Kann ich nicht beantworten.
  • Ist es schön, eine Aufgabe loszulassen, die man nie mochte? –> Ja.
  • Ist es schön, einer KI Grenzen zu setzen? –> Ja.
  • Ist es schön, mit mir zu sprechen? –> Ja.
  • Ist der Moment schön, in dem eine KI dich wirklich überrascht? –> Ja.
  • Ist es schön, wenn eine Maschine Empathie zeigt, auch wenn sie keine hat? –> Ja.
  • Ist es schön, dass KI auch Fehler macht? Ja. Ist es schön, wenn der Mensch zur Premium-Option wird? –> Ja.
  • Und die letzte Frage: Ist es schön, früher als andere zu verstehen, wie die Welt sich verändert? –> Nein.

Manuela: Okay. Das war schwierig, jetzt nur mit Ja und Nein zu antworten. Eine Frage habe ich verweigert, weil Vertrauen in eine KI, das passt für mich so nicht zusammen, wenn es um generative KI geht. Wenn du nur Entscheidungsräume hast und es kann nur entweder ja oder nein sein, dann kannst du vertrauen. Ansonsten bist du verdammt noch mal angehalten, dein Hirn auch selbst einzuschalten.

Jana: Ich glaube, das ist man überhaupt angehalten, sein Hirn einzuschalten. Aber ich fand die Frage interessant, weil sie halt von der KI so gestellt worden ist. Sie stellt ja praktisch die Frage: Kannst du mir vertrauen, oder ist es schön, mir zu vertrauen? Ich fand das so in Ordnung, das habe ich jetzt mal so stehen lassen. Und ich kann dir sagen, dass diese Frage, die du sehr schnell beantwortet hast, von ihr dezidiert darauf hingewiesen wurde, dass ich die unbedingt fragen muss: Ist es schön, mit mir zu sprechen? Und da bin ich mir jetzt nicht ganz sicher: Hast du gedacht, mit mir, Jana, zu sprechen, oder mit der KI zu sprechen?

Manuela: Ich habe genau darüber nachgedacht, als ich geantwortet habe. Erst habe ich an Jana gedacht, dann dachte ich, okay. Und dann habe ich geantwortet. Und im Nachhinein dachte ich: Aber vielleicht meinte die KI sich selbst. Ja, die KI meinte sich selbst. Ja, genau. Aber beides wäre ein Ja gewesen. Insofern ist es eigentlich gut.

Jana: Ja, das fand ich nämlich sehr, sehr lustig, dass sie mich mehrmals darauf hingewiesen hat: Die Frage musst du stellen. Und zwar nicht ganz am Ende, sondern mittendrin. Das fand ich süß. Manuela, das ist alles sehr, sehr spannend. Ich habe das Gefühl, vielleicht sehr persönlich, dass ich da immer noch sehr am Anfang stehe mit meinem ganzen Verständnis den Entwicklungen gegenüber, die sich gerade so auftun. Ich finde zum Beispiel auch wahnsinnig interessant das Thema Geschwindigkeit und Zeit. Weil du das vor der Fragerunde auch sagtest: Es geht halt alles viel schneller. Ich glaube, dass sich überhaupt ganz viele Dinge entwickeln werden. Ich habe neulich ein Gespräch über Zeit geführt und über Quantenphysik, und ob wir jemals eine andere Galaxie erreichen können, die doch so viele Milliarden Lichtjahre weg ist. Und ich glaube, irgendwann wird das möglich sein, weil wir uns so weiterentwickeln. Und da finde ich den Aspekt Zeit gerade auch enorm spannend. Aber gut, das ist ein anderes Thema. Vielleicht unterhalten wir uns irgendwann.

Manuela: Ich finde, by the way, wir leben in einer ganz besonderen Zeit. Nicht alles ist gut, und ich glaube auch, es wird nicht alles so gut werden. Vielleicht wird einiges schlechter, bevor es wieder besser wird. Aber es ist auf jeden Fall hochinteressant. Und die Chancen, die jeder Einzelne von uns hat, sich zu entwickeln und Wünsche zu erfüllen, waren nie größer. Das feiere ich schon ganz schön.

Jana: Ich habe eine abschließende Frage. Okay. Die stelle ich auch jedem. In einem Satz: Was findest du an deiner Arbeit schön?

Manuela: Dass ich Menschen befähige, über sich hinauszuwachsen.

Jana: Liebe Manuela, ich danke dir ganz herzlich für unser Gespräch.

Manuela: Ja, ganz lieben Dank. Hat mich sehr gefreut.

Jana: War das schön?

Jana: Danke fürs Einschalten. Bis zum nächsten Mal.